ist die Lehre von der Behandlung chronischer Krankheiten

Als Miasma bezeichnet man "Überbleibsel" von nicht ausgeheilten früheren Infektionskrankheiten in der eigenen Krankengeschichte oder Krankengeschichte der eigenen Eltern. Sicherlich kennen Sie die Aussage: "Das liegt in der Familie". Miasmen sind der Grund für die Entstehung chronischer Krankheiten. Jedes Miasma kann zu einer bestimmten Gruppe von Erkrankungen führen. Beim sogenannten psorischen Miasma können beispielsweise verschiedene Formen von juckenden Hautausschlägen (Psoriasis, Neurodermitis, u.a.) oder auch Unterfunktionen einzelner Organe (z.B. der Schilddrüse), auftreten. Beim sykotischen Miasma sind häufig verschiedene Erkrankungen des Urogenitaltraktes (häufige Blasenentzündungen, Zysten u.a.) zu finden.

Die Erkrankungen der Vorfahren und z.B. die eigenen Kinderkrankheiten und Vorerkrankungen deuten auf das jeweilige Miasma hin. In der Literatur wird zwischen 3 und 10 Miasmen unterschieden, diese stehen in Bezug zu bestimmten Infektionskrankheiten. Es können auch mehrere Miasmen gleichzeitig vorhanden sein, wobei dann eines aktiv ist und die anderen latent (symptomlos) sind. Das jeweils aktive Miasma wird vorrangig behandelt.

 

In der Homöopathie spricht man von chronischer Krankheit, wenn sie durch ein chronisches Miasma bedingt ist. Im Gegensatz dazu hat eine akute Krankheit immer einen äußeren Auslöser wie z.B. Unterkühlung, Überhitzung, Überanstrengung, Verletzung, Vergiftung, Schock, Schreck, Kummer, Stress, Mobbing, schädliche Lebensumstände, feuchte Wohnungen oder Ähnliches. Akute Krankheiten werden in der Regel durch die eigenen Selbstheilungskräfte wieder geheilt, wenn der Auslöser beseitigt ist.

 

Die Miasmatik ist ein Teilbereich der Homöopathie, bei der es um die Behandlung chronischer und vererbter Erkrankungen geht.

Es gibt Krankheiten, die trotz erfolgreicher Therapie nach einiger Zeit immer wieder zurückkehren. Diese Krankheitsdispositionen können sogar über Generationen weitergegeben werden. Um diese Krankheiten auszuheilen, ist eine antimiasmatische Therapie erforderlich. Hierbei verwendet man spezifische Arzneimittel, die Bezug zu der ursprünglichen Infektionskrankheit haben. Wenn ihr Kind antimiasmatisch behandelt werden soll, ist es bei einem vererbten Miasma sinnvoll, die Eltern mitzubehandeln.

 

Die Behandlung nimmt meist mehrere Monate in Anspruch, wobei regelmäßig (ca. alle 1-2 Monate) die Mittelwirkung besprochen wird, damit das weitere Vorgehen ermittelt werden kann.